Prüfling fährt mit dem Auto zur Führerscheinprüfung

Führerscheinprüfung
Foto: Symbolbild

Die theoretische Führerscheinprüfung mit 40 Fehlerpunkten zu beenden, war für einen Essener Kandidaten nicht das größte Problem des Tages. Schwerwiegender war seine Entscheidung, mit dem PKW zum Führerschein-Test zu fahren.

Die Polizei Essen schreibt dazu in einer Pressemitteilung:

Nicht schlecht geguckt hat ein Mitarbeiter der TÜV-Prüfstelle, als ein 48-jähriger Essener sein Fahrzeug auf einem Parkstreifen am Prüfungsort an der Frillendorfer Straße abstellte. Denn der Mann sollte heute, 5. Oktober gegen 8 Uhr, seine theoretische Prüfung zum Erwerb des Führerscheins ablegen. Der 50-jährige Prüfer meldete den Vorfall der Leitstelle, welche sofort einen Streifenwagen schickte. Die Beamten warteten noch den Abschluss der theoretischen Prüfung ab und sprachen dann erst mit dem Führerscheinanwärter. Dieser gab die Fahrt zu und begründete dies mit der Aussage, dass die Entfernung zwischen Wohnort und Prüfungsort gering sei. Mit 40 Fehlerpunkten und einer Anzeige im Gepäck ging es für den 48-Jährigen fußläufig nach Hause.

Dem Fahrer droht nun ein Strafverfahren wegen des vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Fundstelle:
Pressemitteilung der Polizei Essen vom 05.10.16

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  • schmidt123

    eigentlich ist das doch wohl ein Fall, wo man von vornherein die Nichteignung zum Führen von Kraftfahrzeugen feststellen muss, was zur Folge hat, dass er einen Führerschein gar nicht mehr machen darf. Wer geistig derart benachteiligt ist, dass er mit 40 Fehlerpunkten aus der Theorie kommt und nicht begriffen hat, dass er ein KFZ noch gar nicht lenken darf, erfüllt einfach nicht die nötigen Voraussetzungen zum Erwerb des Führerscheins.

    • Steffen Sacher

      Also die 40 Fehlerpunkte haben rechtlich keine Bedeutung, außer das man später noch einmal zur Prüfung muss.
      Das Fahren ohne Fahrerlaubnis bewirkt jedoch in der Regel eine Fahrerlaubnissperre, die 2 Jahre dauert. Somit hat der Fahrer mehr als genug Zeit, für den nächsten Prüftermin zu lernen.
      Es gibt noch die „charakterliche Eignung“, ein bewusst schwammig formulierter Begriff, der den Richtern den Entzug beziehungsweise die Verweigerung der Fahrerlaubnis oder die Anordnung der MPU ermöglicht. In diesem Fall wird es jedoch eher geringe Auswirkungen haben, da bereits die Fahrerlaubnissperre ihn vorerst Erwerb der Fahrerlaubnis hindert und die charakterliche Eignung in 2 Jahren neu geprüft werden muss.

    • Steffen Sacher

      Kleine Anmerkung, es gibt einen gewaltigen Untrrschied zwischen Führerschein und Fahrerlaubnis. ;)

  • Adi

    40 fehlerpunkte,

    Da muss man doch alles falsch beantwortet haben

    • Daunti

      Naja, wenn man die Theoretische mit Schulnoten bewerten würde kann man selbst mit ner 1- durchfallen.

  • 7eggert

    Sind die Fehlerpunkte denn in der Prüfung zusammengekommen, oder durfte er nicht teilnehmen und hat die Höchstpunktzahl bekommen?