Betrunkener schmeißt Butterpäckchen gegen Notarztwagen

Notarztwagen
Foto: Symbolbild

Weil ihn der „Krach“ des Martinhorns störte, bewarf ein alkoholisierter Mann in Bochum einen Notarztwagen, der auf dem Weg zu einer bewusstlosen Person war. Ein anderer Arzt musste den Einsatz übernehmen und die Polizei den Mann zur Ruhe bringen.

Die Polizei Bochum berichtet über den Vorfall:

„Ein Notarztwagen der Bochumer Feuerwehr wird mit Gegenständen beworfen!“ Nach diesem Funkspruch wurden Polizeibeamte der Wache Wattenscheid am heutigen 2. Dezember, wenige Minuten nach Mitternacht, zur Höntroper Straße gerufen.

Was war zuvor passiert? Mit Blaulicht und eingeschaltetem Martinshorn war die Notärztin mit ihrem Fahrer gegen 00.05 Uhr auf dem Wattenscheider Hellweg unterwegs, um zu einer bewusstlosen Person zu fahren.

Beim Abbiegen auf die Höntroper Straße sprang plötzlich ein Fußgänger (46) auf die Fahrbahn und bewarf den VW-Bus mit Gegenständen. Nachdem der Fahrer angehalten hatte, stürmte der 46-Jährige auf den Wagen zu und sprach massive Beleidigungen und Bedrohungen aus.

Wenig später konnten die Polizisten den Bochumer, der in Begleitung einer Frau war, festhalten. Auf der Straße entdeckten die Beamten die Wurfgeschosse – zwei zuvor gekaufte Pakete Butter und ein Kunststoffteil, das aus einer Baustellenabsperrung stammte. Warum hat der Mann diese Dinge gegen den Rettungswagen geworfen? Er hatte sich über den „Krach“ des Martinhorns aufgeregt.

Nach der Anzeigenaufnahme (Beleidigung, Bedrohung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr) wurde der 46-Jährige wieder entlassen. Anschließend setzten die beiden mit 2,8 und 2,6 Promille stark alkoholisierten Personen ihren Heimweg fort.

Übrigens: Direkt nachdem der Notarztwagen gestoppt worden war, hat ein anderer Arzt diesen Einsatz übernommen. Zum Glück konnte dieser die Fahrt zu dem Patienten abbrechen, da die bereits eingetroffene Rettungswagenbesatzung in der Zwischenzeit die bewusstlose Person reanimieren konnte.

Fundstelle:
Pressemitteilung der Polizei Bochum vom 02.12.2016

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