Dealer liefert zu geringe Menge an Drogen – Besteller rufen Polizei

Drogen
Foto: Symbolbild

In Niederbayern gab es am Donnerstagabend einen kuriosen Polizeieinsatz: Zwei junge Männer aus dem Landkreis Freyung-Grafenau haben die Polizei angerufen und um Hilfe gebeten, weil ihnen ihr Drogendealer nicht die vollständige Menge an Drogen geliefert hat. Die bestellte „Ware“ soll bereits bezahlt gewesen sein.

Die beiden Männer sollen mit einem Bekannten vereinbart haben, dass ihnen dieser für insgesamt 100 Euro Marihuana besorgt. Nachdem ihnen der Stoff übergeben wurde, bemerkten sie, dass die Menge geringer war, als bestellt. Zunächst wollten die beiden Männer die Sache selbst klären und fuhren zur Wohnung des Dealers, der aber die Tür nicht aufmachen wollte. Dadurch waren die Besteller so verärgert, dass sie telefonisch die Polizei um Hilfe baten. Die eintreffenden Beamten stellten dann fest, dass einer der beiden Männer sein Auto unter Drogeneinfluss gesteuert hatte – ein Drogenschnelltest verlief positiv, sodass eine Blutentnahme angeordnet wurde.

Nun erwartet die beiden Besteller sowie den Dealer ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Wenn die Blutuntersuchung positiv ausfällt, muss der Fahrer zudem mit einer Geldbuße und einem Fahrverbot rechnen. Polizeisprecher Walter Hoffmann konnte nicht genau sagen, ob den beiden Männern nicht bewusst war, dass ihre Inanspruchnahme von polizeilicher Hilfe strafrechtliche Konsequenzen haben wird. Er vermutet, dass die beiden Männer derart verärgert über die zu geringe Menge waren, dass ihnen in diesem Moment ein Anruf bei der Polizei als die beste Lösung erschien. Bei der Freyunger Polizeiinspektion seien solche Fälle selten.

Fundstelle:
PNP.de

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