Unternehmen vermietet Streifenwagen zur Abschreckung von Einbrechern

Streifenwagen
Foto: Symbolbild

Wer in den Urlaub fährt und sein trautes Heim alleine lässt, hat oft ein mulmiges Gefühl. Manche lassen zur Abschreckung von Einbrechern Lichter brennen, andere freuen sich, eine Alarmanlage zu haben. Warum aber nicht einfach einen Streifenwagen der Polizei vor das Haus stellen?

Maximilian Kraft und Sascha Bieseke vermieten Polizeiautos. Das Unternehmen Blue and White sitzt in Birkenwerder in Brandenburg und hat 17 Streifenwagen auf dem Hof stehen. Diese werden für Dreharbeiten im Bereich Film und Fernsehen vermietet. Nun jedoch vermieten die beiden ihre Polizeifahrzeuge auch an Privatpersonen. Als Abschreckung gegen potentielle Einbrecher. Die Idee dazu lieferte ein Nachbar. „Es gibt da eine richtige Nachfrage, es wird jetzt früh dunkel und die Menschen haben Angst“, so Bieeske. „Wir haben sogar einen Kunden, der selbst Polizist ist.“

Für 29 Euro pro Tag geht es los. Auf Langzeitmieten gibt es entsprechende Rabatte. Die Fahrzeuge werden im Raum Berlin und Brandenburg angeliefert. Die beiden Unternehmer sind von der Wirksamkeit der Polizeiwagen überzeugt. „Eine Garantie gegen Einbrüche gibt es natürlich nicht. Aber sowas schreckt mehr ab als Kameras, die jeder hat; da nimmt der Einbrecher einen Schal und ist dann nach ein paar Minuten wieder weg.“ Auch sei der Trick für Kriminelle nicht so leicht zu durschauen, meint Bieseke: „Welcher reisende Einbrecher kommt schon immer wieder in die gleiche Straße.“

Natürlich kann einem der Gedanke kommen, ob die private Nutzung von vermeintlichen Polizeifahrzeugen überhaupt legal ist. Natürlich können auch die Vermieter nicht mit den echtaussehenden Streifenwagen auf öffentlichen Straßen fahren. Daher werden für die Überführung zum Kunden die Blaulichter sowie alle Schriftzüge abgedeckt. Ferner werden für die Zustellungsfahrten gültige Kennzeichen ohne Behördenkennungen angebracht. Ferner müssen die Autos beim Mieter auf dem umzäunten Privatgrundstück stehen. Ein Abstellen auf der öffentlichen Straße vor dem Haus ist nicht erlaubt.

Die Berliner Polizei scheint noch Zweifel an der Legalität des Unterfangens zu haben. Gegenüber rbb24 teilte man mit, dass der Sachverhalt derzeit geprüft werde. Eine Stellungnahme werde folgen.

Fundstelle:
rbb24

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  • Steffen Sacher

    Es gibt 3 Hinweise, woran man erkennt, das das Fahrzeug nicht wirklich zur Polizei gehört…
    Polizeifahrzeuge benötigen keine Umweltplaketten. Wenn das Fahrzeug eine hat, ist es auch eine private Firma oder eine Privatperson zugelassen.
    Wenn die Windschutzscheibe zugefroren ist oder das ganze Fahrzeug zugeschneit ist, beziehungsweise keine Reifenspuren im Schnee sind, sieht man, das es schon länger steht, was bei der Polizei im Einsatz sehr selten vorkommt.
    Kein Polizeibeamter parkt in einer Hofeinfahrt und schließt das Tor.
    In anderen Bundesländern, hat die Polizei ein eigenes Kennzeichen. Sieht man in Frankfurt ein Polizeifahrzeug, dessen Kennzeichen nicht mit „WI-HP“ beginnt, sondern ein reguläres hessisches Kennzeichen hat, fällt es einem normalen Einbrecher sofort auf.