Was passiert, wenn man im höchsten Gebäude der Welt die Miete nicht zahlt

Miete
Foto: Symbolbild

Mohamed Alabbar ist der Vermieter im höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa. Für Bewohner, die ihre Miete nicht zahlen, hat er sich ganz besonders fiese Strafen ausgedacht:

Der Burj Khalifa ist ein Wolkenkratzer in Dubai. Das Gebäude wurde im Jahr 2010 eingeweiht und ist mit 828m das höchste Gebäude der Welt. Der Wolkenkratzer wird nicht nur als Hotel und Bürogebäude genutzt, sondern auch für private Wohnungen. Offiziell gibt es 163 nutzbare Etagen. Die höchste liegt auf 638 m Höhe. Eigentümer ist das mit staatlicher Beteiligung gegründet Immobilienunternehmen Emaar Properties PJSC, dessen Chef Mohamed Alabbar (60) ist.

Der 60-Jährige Immobilien-Tycoon muss sich mit genau den selben Problemen herumschlagen wie jeder andere Vermieter auch. Normalerweise schreibt der Vermieter eine Mahnung, wenn der Mieter die Miete nicht rechtzeitig zahlt. Mohamed Alabbar setzt auf etwas rabiatere Methoden:

Gesperrte Keycards

Wer dem Unternehmen Emaar Properties Geld schuldet, dem wird ganz einfach die Keycard im Burj Khalifa gesperrt. Zwar können die Mieter ihre Wohnung dann noch benutzen, allerdings funktionieren die Aufzüge und Klimaanlagen im gesamten Gebäude nur über die Keycards. 163 Etagen jeden Tag zu Fuß zu erklimmen, ist fast unmöglich. Der französische Extremkletterer Alain Robert benötigte sechs Stunden, um den Wolkenkratzer von außen zu besteigen. Wieder herunter zu kommen, geht dafür umso schneller: 2011 sprangen zwei Basejumper vom Burj Khalifa. Die Höchstgeschwindigkeit im Flug betrug 220 km/h, die Flugdauer erschreckend kurze 1,5 Minuten.

Keine Klimaanlage, kein Aufzug

Selbst wenn die Mieter es in Kauf nehmen, alle Etagen zu Fuß zu erklimmen, erwartet sie dann eine Wohnung ohne Klimaanlage. Im Sommer steigen die Temperaturen in Dubai auf über 40 Grad und selbst im Winter herrschen durchschnittlich kuschelige 25 Grad in der Wüstenregion. Ohne Klimaanlage lebt es sich also mehr schlecht als recht.

Säumigen Mietern wird zuvor aber freundlicherweise eine letzte Frist gesetzt. Gleichzeitig bekommen die Mieter eine Liste mit all den Annehmlichkeiten, die sonst abgestellt werden. Es kam auch schon vor, dass die säumigen Bewohner öffentlich auf einer Leinwand im Burj Khalifa an den Pranger gestellt wurden. Das ist für die Dubaier High Society natürlich besonders peinlich!

Ein Ein-Zimmer-Appartment im höchsten Gebäude der Welt kostete übrigens 55.000 US-Dollar Jahresmiete. Hinzu kommen aber angeblich noch bis zu 25.000 US-Dollar Nebenkosten. Trotz hohem Leerstand hat die Firma Emaar Properties Pläne für einen neuen Turm der Superlative, der noch ein bisschen höher sein soll als der Burj Khalifa.

Fundstelle:
finanzen100.de

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  • wolfi

    Vielleicht tun sie sich dafür mit Trump zusammen?