Schwimmer krault auf falscher Bahn – Polizei muss einschreiten

Schwimmer
Foto: Symbolbild

Weil ein Schwimmer sich nicht an das Kraulverbot in bestimmten Schwimmbahnen hielt, eskalierte die Situation im Hallenbad von Gelnhausen (Hessen). Nachdem der Mann auf die Hinweise des Bademeisters nicht reagiert hatte, wurde die Polizei hinzugezogen. Der Mann verließ schließlich freiwillig die öffentliche Einrichtung. Dem Schwimmer droht nun schlimmstenfalls ein Hausverbot.

Im Gelnhäuser Hallenbad ist eigentlich alles fair geregelt: Die Bahnen sind unterteilt für Vereinsschwimmer, für sportliche (Brust-)Schwimmer und für Schwimmer, die gerne kraulen wollen. Im danebenliegenden Plansch-Bereich können sich sowohl Kinder- als auch Eltern austoben. Doch diese Aufteilung gab es so nicht schon immer, wie die Hessenschau berichtet: Zu früheren Zeiten herrschte oftmals ein Durcheinander. Dann sollen Krauler sich rücksichtslos durchs Becken bewegt haben und andere Schwimmer durch ihre Wellen bespritzt haben. Das kam bei einigen Badegästen nicht gut an.

„Das waren vor allem ältere Leute, die damals von uns verlangt hatten, das zu trennen“, gibt Albert Ungermann, Vorsteher des Zweckverbands Hallenbad, gegenüber der Hessenschau an. 2012 änderte man die Badeordnung und verbot das Kraulen außerhalb der abgetrennten Bahn. Gerüchte machten schließlich die Runde, im Hallenbad Gelnhausen sei Kraulen komplett verboten. Es gab Schlagzeilen in Richtung „erstes Brustschwimmbad Deutschlands„. „Es hat lange Zeit gedauert, bis das Gerücht endlich aus der Welt war“, erinnert sich Ungermann.

Kritik gab es ab und zu weiterhin, doch man arrangierte sich damit – bis zu dem jetzigen Vorfall. Ein Schwimmer kraulte außerhalb der vorgesehenen Bahn und reagierte nicht auf die Anordnungen des Badepersonals: „Der Bademeister hat darauf hingewiesen, dass das in diesem Bereich nicht gestattet ist und wies auf die Badeordnung hin“, gibt Ungermann aus einem Bericht des Schwimmmeisters, der sich zu dem Vorfall nicht selbst äußern will, wieder.

Nachdem der Schwimmer auch auf die Androhung seines Rauswurfs nicht reagiert hatte, rief der Bademeister die Polizei: Polizeisprecher Ingbert Zacharias gab Auskunft: „Der Mann hat dann das Schwimmbad verlassen, ist weggefahren. Damit war für uns als Polizei die ganze Sache erledigt.“ Für die Leitung des Hallenbades aber nicht. Diese behält sich vor, ein Hausverbot gegen den Schwimmer auszusprechen.

Fundstelle:
hessenschau.de vom 10.02.2017

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