Rapper vertilgt riesige Fischplatte und flüchtet ins Meer

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Foto: Symbolbild

„Großer Gott, das haben Sie alles allein gegessen?“ entfuhr es der Haftrichterin beim Blick auf die Rechnung: Der Rapper Terry Peck, 33, muss sich im Mai vor Gericht in Australien verantworten, weil er nach alleinigem Großkonsum im berühmten Fischrestaurant Omeros Bros Seafood die Rechnung nicht vertrug. Er flüchtete kurzerhand ins Meer und präsentierte peinliche Ausreden.

Zwei Hummer, ein Oktopus und 21 Austern gönnte sich ein australischer Rapper im edlen Fischrestaurant Omeros Bros Seafood am Strand von Southport in Australien. Auch ein paar Bier standen auf der Rechnung. Doch als er die Rechnung präsentiert bekam, flüchtete er ins Meer und begründete seine Reaktion damit, dass seine Freundin am Strand ein Kind bekommen würde. Der Gesamtbetrag der Forderung beläuft sich auf 650 australische Dollar, in etwa 450 Euro.

Da der Sänger aber kein Geld dabei hatte, flüchtete er zum Zeitpunkt, als ihm die Rechnung überbracht werden sollte, über den Strand ins Meer. Doch ohne Erfolg, obwohl er es auch noch tauchend versuchte. Rettungsschwimmer versuchten zuerst vergeblich, den betrunkenen Mann wieder an Land zu holen. Polizisten der Wasserschutzpolizei gelang schließlich die Rettung mittels Jetski. Einen Tag später musste sich der Zechpreller vor dem Haftrichter verantworten: Richterin Joan White entfuhr bei der Verlesung der Rechnung der Satz „Großer Gott, das haben Sie alles allein gegessen?“.

Bildrechte: Omeros Bros Seafood

Wie das „Gold Coast Bulletin“ berichtet, hatte Terry Peck eine Verteidigung auf zwei Säulen vorbereitet: Anfänglich gab Peck an, er habe mit einer Freundin am Strand getrunken, schließlich bekam er Hunger und entschied sich dafür, bei Omeros Bros zu speisen. Doch kurz bevor die Rechnung kam, habe er einen dringenden Anruf erhalten. Die Wehen hätten bei seiner Freundin eingesetzt. „Mein Mädchen war am Strand und bekam ihr Kind!“ Am Strand sei alles durcheinander gelaufen, er sei auch nicht geflohen als die Polizei kam, sondern nur zufällig schwimmen gewesen. In dem Trubel habe er dann auch seine Brieftasche verloren. „Ich wollte ja bezahlen, aber ich konnte meine Brieftasche nicht finden. Ich muss sie verloren haben.“

Auch das Essen habe nicht den Erwartungen entsprochen und sei maßlos überteuert gewesen: „Ich beschwerte mich, weil die Hummer verkocht waren.“ „In den Austern waren Teile der Austernschale!“ Unmöglich. „Der Kellner entschuldigte sich, und sagte, dass er sich, um die Rechnung kümmern würde.“ Doch der Manager des Restaurants, Mark Hunnybun, gab dagegen an, sie seien schon bei der unmäßigen Bestellung misstrauisch geworden. Peck sei erst geflohen, als er bemerkte, wie hoch die Rechnung war.

Die Beschwerden über das Essen weist er zurück: „Wir kochen perfekte Hummer – wir sind sehr stolz auf diese Hummer“, empörte sich Hunnybun. Der angeblich verkochte Hummer setze ihm mehr zu, als die ausstehende Rechnung. Omeros Bros Seafood sei das am besten bewertete Fischrestaurant an der ganzen Gold Coast in Australien. Die Verhandlung zur Sache findet im Mai statt, bis dahin bleibt der Rapper auf freiem Fuß. Doch es gibt eine Auflage: Der Sänger muss sich von dem Restaurant fern halten.

Fundstelle:
stern.de vom 13.04.2017

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  • Lars

    Da Kollege hat nach der Quittung „Oyster Shooters“ verzehrt, also Cocktails (mit, aber halt nicht nur Austern). Das dürfte dann auch die Trunkenheit erklären.

    Besonders empörend finde ich derweil, umgerechnet 6 € für ein Corona zu verlangen… :-)

    • wolfi

      21 Cocktails – nach Standardrezept mit je 2 cl Wodka – das wäre ja fast ein halber Liter, dazu die Biere, kann man nur sagen:
      Gratuliere!

      • Torbinat0r

        leute, der typ ist rapper, nicht lauch!