Konkurrenzkampf: Juristin mischt Chefin jahrelang Abführmittel unter

Abführmittel
Foto: Symbolbild

Weil eine tschechische Juristin ihrer Vorgesetzten über Jahre immer wieder Abführmittel in ihr Wasser mischte, wurde sie nun von einem Gericht zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt.

Die 55-jährige Frau arbeitete seit Jahren als Juristin in der staatlichen Verwaltung. Bereits im Jahr 2013 hatte ihre Chefin nach eigenen Angaben unter gesundheitliche Problemen gelitten: Durchfall und Erbrechen, heftige Bauchschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und Gliederschmerzen. Die Ärzte fanden hierfür jedoch keine Ursache und konnten der Frau nicht helfen.

Im Büro wurde nach einiger Zeit eine verstecke Kamera installiert. Erst dann kam man der Übeltäterin auf die Schliche. Die Aufnahmen zeigen, wie die eigene Mitarbeiterin eine große Dosis Abführmittel ins Wasserglas ihrer Chefin mischte und mit einem Kugelschreiber umrührte.

Der Fall kam vor ein Gericht in Prag. Da die Juristin kein Geständnis ablegte und auch keine Reue zeigte, hielten die Richter eine Bewährungsstrafe für nicht ausreichend. Die Juristin habe nur an ihre eigene Karriere gedacht und sich dafür kaltherzig über die Gefühle ihres Opfers hinweggesetzt. Die Beschwerden der Vorgesetzten traten insbesondere vor und an wichtigen Verhandlungstagen vor Gericht auf. Die Juristin wurde daher zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Zudem muss sie ihrer Chefin eine Million Kronen Schmerzensgeld (ca. 38.000 € ) zahlen.

Fundstellen:
lto.de
welt.de

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