Unfallopfer klaut Feuerwehrmann das Auto und flüchtet

Unfallopfer
Foto: Symbolbild

Was einem Ersthelfer an einer Unfallstelle in Karsbach im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart passiert ist, macht sprachlos. Dem Mann wurde von einem Unfallopfer sein eigenes Auto entwendet, während er mit Hilfsmaßnahmen starten wollte. 

Für den 38-jährigen Ersthelfer, der gerade privat mit seinem Auto unterwegs war, war zunächst nicht ersichtlich, dass bei dem Unfall eigentlich nicht viel passiert war. Er sah nur einen Wagen, der auf einer Wiese neben der Bundesstraße zum Stehen gekommen war. Neben dem Auto befand sich der Fahrer des Unfallwagens. Als erfahrener Feuerwehrmann hielt der 38-Jährige umgehend an, stellte seinen Opel Corsa am Fahrbahnrand ab und ging zu dem Unfallopfer.

Den folgenden Geschehensablauf können auch die Polizeibeamten nicht recht nachvollziehen, wie der Dienststellenleiter Martin Deisenroth aus Karsbach sagt: „Der Ersthelfer hatte es wohl eilig und hat daher wohl seinen Motor laufen lassen“, versucht er den Vorgang zu erklären. Der Fahrer des Unfallwagens hatte sich anscheinend nicht verletzt, er soll aber nach Alkohol gerochen haben. Während der Ersthelfer gerade die Polizei verständigte, setzte sich das Unfallopfer in den Wagen des Ersthelfers und fuhr einfach davon. Am Tag danach stellte sich der Mann nachmittags auf einer Polizeiwache. Den Geldbeutel und den Fahrzeugschlüssel des Ersthelfers hatte er dabei. Der Polizei sagte er, er habe vor dem Unfall einem Wildtier ausweichen müssen. Er habe aber keine Erinnerung mehr, was danach passiert ist. Diese kehrte angeblich erst zurück, als er in Frankfurt in eine S-Bahn gestiegen und später mit dem Zug nach Würzburg gefahren sei. Er könne sich auch nicht daran erinnern, wo der Wagen des Ersthelfers nun ist.

Gegen den 43-jährigen polizeibekannten Mann aus dem Raum Bad Kissingen wird derzeit wegen des Verdachts des Diebstahls und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.

Quelle:
Passauer Neue Presse

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