Viagra als Auslöser für eine Unfallflucht ins Bordell

Viagra
Foto: Smybolbild

Nach Einnahme von Viagra in Verbindung mit reichlich Alkohol setzte bei einem Autofahrer buchstäblich der Verstand aus. Geleitet von überschäumenden Gefühlen und verbunden mit dem Verlangen nach Zärtlichkeiten, ließ sich der Mann zu einer Straftat hinreißen, die massive Folgen haben wird.

Die Rede ist von sog. „Fahrerflucht“. In diesem Tatbestand wird unter anderem darauf verwiesen, dass der Unfallverursacher „eine nach den Umständen angemessene Zeit am Unfallort zu warten hat“. Und genau diese besonderen Umstände sind es, die diesen Fall so außergewöhnlich machen.

WAS WAR LOS?

Im April diesen Jahres beging ein 58-jähriger Autofahrer auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes im Landkreis Landshut eine Unfallflucht. Einige Zeit später wurde er im Rahmen der Fahndung in einem Landshuter Bordell festgenommen. Der Mann war erheblich angetrunken, er musste sich einer Blutentnahme unterziehen und der Führerschein war futsch.

Die genauen Umstände der Tat, bei der ein ganz besonderes Arzneimittel den Ausschlag gab, stellten sich erst im Zuge weiteren polizeilichen Ermittlungen heraus. Da der Lenker am Abend noch „ein bisschen Spaß“ haben wollte, nahm er auf dem Parkplatz eine Viagra-Tablette und trank dazu einige Flaschen Bier. Die Wirkung des Mittels setzte früher ein als erwartet, sodass er es plötzlich eilig hatte und ein Bordell aufsuchen wollte.

Beim Ausparken kam es zu dem erwähnten Unfall. Eine angemessene Zeit am Unfallort warten konnte der Autofahrer seinen Angaben zufolge nicht, ihn plagten ganz massiv die Sofortfolgen der Tablette. So führte sein Weg umgehend in ein nahes Bordell. Dort legte er einen dreistelligen Eurobetrag auf den Tresen und erhoffte sich dadurch eine rasche Linderung seiner „Beschwerden“. Zu einer inneren „Erleichterung“ kam es jedoch nicht, Schuld daran war die schnelle polizeiliche Festnahme.

Inwieweit nun die außergewöhnlichen „persönlichen Umstände“ des Täters bei der Strafzumessung seitens der Justiz Berücksichtigung finden werden, bleibt abzuwarten.

Fundstelle:
Facebookbeitrag der Polizei Niederbayern vom 08.06.2017

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