Frust über Rechtsstreit: Mann zündet Auto vor BMW-Museum an

BMW
Foto: Screenshot Liveleak.com

Vor dem BMW-Museum in München stand kürzlich ein brennender BMW. Es war jedoch nicht etwa ein Unfall – der Wagen wurde aus Protest angezündet. Grund für die Aktion ist ein langer Streit zwischen einem Kunden und dem Autohersteller. Und es war auch nicht der erste BMW, den der Mann öffentlichkeitswirksam beschädigte.

Die Geschichte begann vor 9 Jahren. Der italienische Geschäftsmann Hadi Pourmohensi leaste sich einen BMW M6 im Wert von 120.000 Euro. Jedoch hatte er mit dem gelieferten Wagen von Anfang an nur Probleme:  „Der Wagen, den ich bekommen habe, war nicht der, den ich bestellt hatte“. Getriebeschäden, Klappern. Der Wagen sei schon bei Zustellung defekt gewesen.

BMW habe die Defekte nicht ernstgenommen und als reine „Elektroniksache“ abgetan. Auch der Besuch in der Werkstatt konnte keine Abhilfe schaffen. Noch heute weist das Fahrzeug massive Mängel auf, so Pourmohensi. Der Forderung nach weiteren Reparaturen sei der Autohersteller nicht nachgekommen.

Der 64 Jahre alte Italiener stoppte daher die Ratenzahlungen und zog vor Gericht. Jetzt soll er den, nach seiner Aussage „inzwischen abbezahlten“ Wagen an BMW zurückgeben. Pourmohensi bezeichnet es als Frechheit. „Auch wenn ich nicht mehr damit fahre, lasse mir mein Beweismittel nicht wegnehmen!“ Weitere Kontaktversuche zum Unternehmen hatten keinen Erfolg.

In seiner Verzweiflung wusste er sich nicht anders zu helfen, als öffentlichkeitswirksam gegen BMW vorzugehen. Im Jahr 2013 schlug er mit einer Axt auf den Neuwagen ein. Er ließ das Fahrzeug wieder reparieren und wiederholte seine Protestaktion. Nachdem er 2015 einen Z3 anzündete, folgte nun der extra dafür gekaufte 7er. Diesen zündete er direkt vor dem BMW Museum an.

Vorbeifahrende Passanten nahmen Videos von der Aktion auf:

Nach Aussage eines Konzernsprechers habe sich BMW nichts vorzuwerfen. BMW-Italia habe dem Mann damals die Übernahme der Reparaturkosten angeboten, was dieser ablehnte. Außerdem sei Pourmohseni nur Leasingnehmer, BMW rechtmäßiger Eigentümer des M6.

Die Polizei ermittelt nun wegen möglicher Sachbeschädigung gegen den protestierenden Italiener.

Quelle:
tz.de vom 14.09.17

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  • Ich

    Offenbar wollte er ein Fahrzeug „mit allen Schikanen“.
    Das hat er ja dann auch bekommen ;-).

  • Christian Fenzl

    … Dann soll er sich halt ein italienisches Fahrzeug kaufen….