Polizei München muss zerstörten Joint erstatten

Joint
Foto: Symbolbild

Weil zwei Polizisten in München ignorierten, dass ein Mann eine medizinische Genehmigung für seinen öffentlichen Cannabis-Konsum hatte und ihm seinen Joint unbrauchbar machten, müssen sie ihm jetzt die Kosten für Ersatzhanf erstatten.

Es ist bekannt, dass in Bayern Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz konsequent verfolgt werden. Doch in einem Fall sind Beamte der Münchner Polizei über das Ziel hinaus geschossen – weil sie einen wichtigen Hinweis einfach ignorierten.

Die Polizisten trafen einen Mann mit Joint an, nahmen ihm diesen ab und bezeichneten ihn nach eigenen Angaben als “Junkie”. Obwohl der Betroffene den Beamten ein Rezept vom Arzt vorzeigte, das ihm den öffentlichen Konsum gestatte, vernichteten sie den Joint. Der Geschädigte wandte sich an die Dienstaufsicht und erhob Beschwerde gegen das Handeln der Beamten.

Nach Prüfung des Sachverhalts erhielt der Mann Recht – und die Erstattung von Medizinhanf im Wert von 6,60 Euro. Es ist zu hoffen, dass die Polizisten für künftige Fälle dieser Art sensibilisiert werden.

Fundstelle:
t-online.de

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