Stromversorger jagt Haschisch-Produzenten

Haschisch
Foto: Symbolbild

In den Niederlanden werden Haschisch-Produzenten nicht nur von der Polizei und der Staatsanwaltschaft gejagt, sondern auch von einem Stromversorger.

Der Stromnetzbetreiber Stedin aus Rotterdam hat nach eigenen Angaben eine Software entwickelt, die von örtlichen Verteilstellen aus den übermäßigen und meist illegalen Verbrauch von großen Strommengen in den großen Städten des Landes relativ genau orten kann. „Wir sehen, dass die Kriminellen beim Verbergen von Hanfplantagen immer innovativer geworden sind“, sagte ein Sprecher des Betreibers. Um das Haschisch-Harz auszubilden, muss Hanf mit Lampen bestrahlt werden, wobei Hitze entsteht. Oftmals wird das Stromnetz illegal angezapft. Weil die Plantagen in Dachböden und anderen Räumen immer besser belüftet und isoliert werden, sind diese immer schwerer mit Wärmebildkameras aus Polizeihubschraubern erkennbar.

Aus Sicht von Stedin sei der verborgene Hanfanbau in Großstädten wegen der Manipulation der Stromleitungen und der Kurzschlussgefahr ein Problem für die Allgemeinheit. Im Jahr 2015 seien 1352 Hanfplantagen entdeckt worden. Stedin wolle mit der präzisen Überwachung des Stromverbrauchs aber nicht nur die Hanfanbauer, sondern alle Stromdiebe treffen.

Quellen:
Mopo.de
Stedin.net

Schlagworte:
, , , , , ,