Münchner Polizist soll an G20-Krawallen mitgewirkt haben

G20
Foto: Symbolbild

Vorläufig vom Dienst suspendiert hat das Polizeipräsidium München einen Beamten, der an den G20-Ausschreitungen in Hamburg teilgenommen haben soll – nicht aber auf der Seite der eingesetzten Beamten, sondern als Demoteilnehmer. Außerdem wird gegen den Polizisten wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt, gibt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums München gegenüber der DPA an.

In einem solchen Fall führt das Bayerische Landeskriminalamt die notwendigen Ermittlungen, so die Sprecherin. Wegen der Schwere des Verstoßes sei dieser vorläufig vom Dienst suspendiert worden. Neben den strafrechtlichen Ermittlungen wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Zu den persönlichen Daten des Beamten wurden keine Angaben gemacht. Die Zeitung „Welt“ berichtet, dass der Mann 35 Jahre alt sein soll und am Gipfelvorabend mit Bierdosen gezielt auf Beamte geworfen haben soll. Der G20-Gipfel in Hamburg wurde von größeren Ausschreitungen und Plünderungen begleitet. Die eingesetzten Polizisten wurden mit Steinen und Flaschen beworfen.

Rund 3000 Ermittlungsverfahren werden derzeit von einer Sonderkommission geführt. Es wird aber auch gegen 115 Polizeibeamte, überwiegend wegen des Vorwurfes der Körperverletzung im Amt, ermittelt. Seit August versucht ein Sonderausschuss der Hamburger Bürgerschaft die Ereignisse und um den G20-Gipfel aufzuklären.

Quelle:
spiegel.de

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  • Mikel Friess

    War da eine Provokation nicht abgesprochen?