6,7 Millionen Dollar Schadensersatz für Graffiti-Künstler

Graffiti-Künstler
Foto: Ezmosis - wikimedia - CC BY-SA 3.0 (bearbeitet)

In einem Rechtsstreit um die berühmten Graffiti von “5Pointz” haben Graffiti-Künstler in New York einen beachtenswerten Sieg gegen einen Immobilienunternehmer erzielt. Richter Frederic Block sprach den 21 Künstlern 6,7 Millionen Dollar Schadensersatz zu und folgte damit der Empfehlung der Jury, die Betroffenen zu entschädigen.

Der Prozess dreht sich um die berühmte, nunmehr nicht mehr mit Graffiti verzierte Industrieanlage im New Yorker Stadtteil Queens. Über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren duldete der Immobilieninvestor Jerry Wolkoff die Arbeiten am Lagerhauskomplex. “5Pointz” erreichte nicht nur in der Szene Kultstatus. Neben Sprayern besuchten auch Touristen die Attraktion.

Doch dann ließ Wolkoff im November 2013 ohne Vorankündigung die Außenwände des Gebäudes mit weißer Farbe übermalen: “Ich wollte es einfach hinter mich bringen, damit sie nicht sehen müssen, wie ihre Kunst Stück für Stück heruntergerissen wird”, teilte er damals laut Spiegel Online mit.

Trotz heftiger Kritik ließ Wolkoff den Lagerhauskomplex 2014 zugunsten einer luxuriösen Wohnanlage abreißen. Die Künstler verklagten ihn daraufhin auf Schadensersatz. Zur Begründung führten sie aus, der Unternehmer habe ihnen keine Zeit eingeräumt, um ihre Werke zu retten. Wolkoff hingegen verteidigt sich mit dem Argument, die Sprayer hätten gewusst, dass der Lagerhauskomplex eines Tages abgerissen werden sollte.

Richter Block urteilte, 45 der 49 zerstörten Werke hätten einen anerkannten Rang als Kunst gehabt. Sie seien “vorsätzlich und unrechtmäßig” von einem unbarmherzigen Grundstückseigentümer zerstört worden.

Quelle:
spiegel.de

Schlagworte:
, , , , , , ,

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*