Flug verspätet wegen Vogelspinne – Gäste klagen auf Entschädigung

Vogelspinne
Foto: Symbolbild

Das Amtsgericht Hannover befasst sich derzeit mit einer Klage von vier Passagieren gegen eine französische Fluggesellschaft auf Entschädigung wegen Flugverspätung. Sie glauben dem Einwand der Airline, an der Verspätung sei eine Vogelspinne schuld, wonach kein Anspruch auf Entschädigung bestünde, nicht.

Der Flug startete im Februar letzten Jahres in der kubanischen Hauptstadt Havanna und führte über Paris schließlich ins niedersächsische Hannover – allerdings mit fast fünf Stunden Verspätung. Die beklagte Fluggesellschaft verweist auf den Umstand, dass man eine Vogelspinne beim Start in Havanna in der Businessklasse entdeckt habe.

Den Anforderungen entsprechend habe man die Maschine desinfiziert und mit dem Gift Zyankali besprüht. Für die Fluggäste musste ein Ersatzflugzeug beschafft werden. Dies seien außergewöhnliche Umstände gewesen, gibt das Gericht die Auffassung der Airline wieder. Würde ein solcher Umstand vorliegen, hätten die Kläger keinen Anspruch auf Entschädigung gemäß der EU-Fluggastrechteverordnung.

Die Kläger, welche je 600 Euro Entschädigung verlangen, bestreiten, dass die Vogelspinne Grund dafür war, dass eine Ersatzmaschine beschafft werden musste. Vielmehr würde ein technischer Defekt vorliegen. In diesem Fall bestünde der Anspruch auf eine Entschädigung.

Verhandlungstermin vor dem Amtsgericht Hannover ist für den 20. April bestimmt.

Fundstelle:
bz-berlin.de

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