Frau erklärt Ehemann zu Unrecht für tot

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Foto: Symbolbild

„Ich bin ein lebender Geist“, beschwert sich der Mann, der von der zuständigen Behörde fälschlicherweise für tot erklärt wurde. Im Zuge dessen habe sogar seine eigene Frau das Eigentum an einem Grundstück erlangen können, das eigentlich ihm gehöre.

Der 63-jährige Rumäne hatte 20 Jahre als Koch in der Türkei gearbeitet. Für seinen Ruhestand wollte er in sein Heimatland zurückkehren und sich dort niederlassen. In Rumänien angekommen, musste er feststellen, dass seine eigene Frau ihn für tot erklärt hatte. Auch gegenüber den zuständigen Behörden. Seitdem hatte der Mann verzweifelt versucht, den Behörden zu beweisen, dass er noch lebte. Wie er feststellen musste, ist das in Rumänien gar nicht so einfach. Dem 63-Jährigen wurden zahlreiche juristische Hürden in den Weg gelegt.

Ein Gericht in Vaslui (Westmoldau) hat das Begehren des Rentners, die Todesurkunde für ungültig zu erklären, nun zurückgewiesen. Er habe die Klage zu spät erhoben. Die Richter betonten, dass ihre Entscheidung endgültig sei.

„Ich bin offiziell tot, obwohl ich noch lebe“

„Ich bin offiziell tot, obwohl ich noch lebe“, erzählte der Mann der Presse in einem Telefoninterview. „Ich habe kein Einkommen und weil ich für tot erklärt wurde, kann ich keine rechtlich wirksamen Handlungen vornehmen.“ Der Rentner soll am Telefon fast in Tränen ausgebrochen sein und angekündigt haben, sich an seiner Frau zu rächen. Diese wohnt inzwischen in Italien. „Ich bin nicht einmal sicher, ob ich geschieden bin, oder nicht. Ich weiß auch nicht, ob meine Frau inzwischen wieder geheiratet hat oder nicht. Niemand erzählt mir etwas.“

Der 63-Jährige erklärte, dass er das erste Mal im Jahr 1993 in die Türkei zum Arbeiten gegangen sei. Als er 1995 zurückkehrte, musste er feststellen, dass seine Frau ihm untreu gewesen sei. Im Jahr 1999 beschloss er deswegen, erneut in die Türkei auszuwandern. Die Türkei hatte ihn im letzten Jahr aber ausgewiesen, weil seine Aufenthaltserlaubnis längst abgelaufen war. Am Flughafen in Bukarest wurden dem Mann dann eröffnet, dass er in Rumänien 2016 offiziell für tot erklärt worden war. Die Behörden am Flughafen interviewten ihn über sechs Stunden lang. Im Zuge dessen wurde unter anderem der Abstand zwischen seinen Augen gemessen, um diesen mit einem alten Passfoto abzugleichen. Auch seine Fingerabdrücke wurden überprüft.

Am Ende kam man zu dem Ergebnis, dass der 63-Jährige tatsächlich der war, für den er sich ausgab. Vor Gericht half ihm das jedoch nicht. Die Sterbeurkunde ist weiterhin gültig und der Rentner offiziell tot. Er will sich nun an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wenden und diesen darum bitten, in die Türkei zurückkehren zu dürfen.

Fundstelle:
snopes.com

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