Anwalt isst Prozessakte im Gerichtssaal

Gerichtssaal
Foto: Symbolbild

Allen Schülern, die schon einmal versucht haben, einen Spickzettel aufzuessen, sei dieser Fall ans Herz gelegt: Ein Moskauer Gericht hat einem Anwalt eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Rubel auferlegt, nachdem dieser während einer Gerichtsverhandlung die Prozessakte gegessen hatte. Außerdem ordnete das Gericht eine Drogentherapie an.

Vor dem russischen Gericht ging es eigentlich um einen simplen Verkehrsverstoß. Der Angeklagten drohte auf Grund einer Trunkenheitsfahrt der Entzug ihrer Fahrerlaubnis. Zuvor hatte die Frau sich geweigert, an einem Alkoholtest mitzuwirken. Um sich auf den Prozess vorzubereiten, nahm sie sich einen Anwalt. Dieser soll die Gerichtsakte des Verfahrens angefordert haben. In Anwesenheit mehrere Gerichtsmitarbeiter soll der Anwalt die Akte sodann an sich gerissen und aufgegessen haben. Aus wievielen Seiten die Akte bestand und ob sie komplett verspeist wurde, ist nicht bekannt.

Verurteilung trotz verspeister Akte!

Die Moskauer Justiz fand das Verhalten des Anwalts jedenfalls überhaupt nicht lustig. Gegen den verfressenen Jurist wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Ihm wurde unter anderem Strafvereitelung vorgeworfen. Letztendlich wurde er von den Richtern zu einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Rubeln (665 Euro) verurteilt und musste sich außerdem einer Drogentherapie unterziehen.

Der drastische Schritt hat auch seiner Mandantin nicht geholfen: Ihr wurde letztendlich trotz verspeister Prozessakte der Führerschein für 20 Monate entzogen.

Fundstelle:
tass.com

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