Knalltrauma durch Wühlmausfalle

Wühlmausfalle
Foto: Symbolbild

Das Sozialgericht Münster hat entschieden, dass ein Landwirt, der durch ein aufgestelltes Wühlmaus-Selbstschussgerät verletzt wird, gesetzlich unfallversichert ist.

Ein Landwirt hatte eine Wühlmausfalle (hier: Wühlmaus-Selbstschussgerät) aufgestellt. Versehentlich löste sich ein Schuss und der Landwirt erlitt dadurch ein Knalltrauma. Er verlangte vom Unfallversicherungsträger die Kosten für eine hyperbare Sauerstofftherapie (Einatmen von reinem Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck) i.H.v. rund 2.600 Euro.

Das SG Münster hat die Klage des Landwirts abgewiesen.

Nach Auffassung des Sozialgerichts ist der Landwirt beim Aufstellen einer Wühlmausfalle (hier: Wühlmaus-Selbstschussgerät) gesetzlich unfallversichert. Löse sich bei dieser Tätigkeit ein Schuss aus der Falle und erleide der Landwirt dadurch ein Knalltrauma, könne er grundsätzlich Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung beanspruchen. Kosten einer sog. hyperbaren Sauerstofftherapie müsse der Unfallversicherungsträger allerdings nicht erstatten, da die Wirksamkeit der Sauerstofftherapie nicht hinreichend nachgewiesen sei.

Die Entscheidung des SG Münster ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle:
Presseservice des Ministeriums der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 18.04.2018
juris.de

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