Ahoj-Brause von Red Bull abgemahnt

Red Bull
Foto: Symbolbild

Die österreichische Red Bull GmbH hat eine einstweilige Verfügung gegen ihren Konkurrenten, den Brausepulver-Hersteller Ahoj erwirkt. Grund dafür soll eine Werbekampagne gewesen sein, die sich über den Markenspruch von Red Bull lustig macht.

Red Bull verleiht Flügel? Die Bosse von Ahoj-Brause sind sich da nicht so sicher. Ihr eigenes Produkt wollten sie deswegen mit „Ahoj-Brause verleiht keine Flügel“ bewerben. Das hat dem Energy-Drink-Riesen überhaupt nicht gefallen und so kam es zu einer einstweiligen Verfügung gegen die Werbekampagne von Ahoj.

Mit seiner Werbestrategie für die eigene Limonade wollte der Brausehersteller voll auf ein bewährtes Mittel der Reklame setzen: Provokation. Ahoj hatte sein eigenes Getränk mit dem Satz „Verleiht keine Flügel, wozu auch?“ beworben. Der Spruch wurde unter anderem auf Plakaten in Großstädten wie Berlin, München und Frankfurt gezeigt. Eine klare Spitze gegen Red Bull und dessen bekannter Slogan „Red Bull verleiht Flügel“.

Angenehmes Prickeln auf der Zunge!

Die Provokation ließ sich Red Bull natürlich nicht lange gefallen und wehrte sich gerichtlich gegen die Werbekampagne. Ahoj, ein Tochterunternehmen von Katjes, bekam eine Abmahnung des Konkurrenten und darf nach einer einstweiligen Verfügung nicht mehr mit dem Spruch werben.

An der Werbekampagne war auch der Unterhaltungskünstler Friedrich Liechtenstein, bekannt aus der „Supergeil“-Werbung für Edeka beteiligt. Nachdem der erste Werbespruch verboten worden war, stand er sofort für einen Ersatz-Spot zur Verfügung. Statt auf Flügel-Sprüche setzt Ahoj im neuen Werbevideo auf „Deine-Mutter-Sprüche“. Auch hier wird also nicht an Provokation gespart. “Wenn ich Ahoj-Brause sage, muss ich lächeln und es kitzelt auf meiner Zungenspitze. Ich konnte nicht nein sagen”, begründet Liechtenstein sein Engagement für die Süßwarenmarke. Die für die Werbung verantwortliche Agentur Antoni Jellyhouse wurde extra für Katjes gegründet.

Eins ist der Kultmarke Ahoj jedenfalls gelungen: Jeder spricht über die inzwischen verbotene Werbung und auch in den sozialen Netzwerken ist Ahoj-Brause wieder in aller Munde. Selbstverständlich mit einem angenehmen Prickeln auf der Zunge. Dieser Artikel wurde (leider) nicht von Ahoj gesponsert.

Falsches Werbeversprechen?

Aber auch Red Bull schafft es in regelmäßigen Abständen in die Presse. Ein US-Bürger verklagte den Konzern erst vor einigen Jahren wegen ihres Werbeslogans. Der Mann war der Meinung, Red Bull verleihe überhaupt keine Flügel. Es handle sich dabei um ein falsches Werbeversprechen. Das Unternehmen würde mit dem Slogan eine dauerhaft gesteigerte Leistungsfähigkeit versprechen. Er selber trinke seit 2002 Red Bull – ohne signifikante Effekte. Die Klage entwickelte sich daraufhin zu einer Sammelklage. Letztendlich einigte man sich in diesem Fall auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 13 Millionen Dollar.

Kurz zuvor stand der Konzern am Pranger, weil er für den Tod eines Mannes verantwortlich sein soll. Der 33-Jährige hatte nach einem Basketballmatch eine Dose des Bonbonwassers getrunken. Kurz danach sei das Herz des Mannes stehen geblieben. Die Familie des Mannes forderte daraufhin 85 Millionen Dollar von Red Bull. Wie dieser Rechtsstreit ausgegangen ist, ist nicht bekannt.

Fundstelle:
ngin-food.com

Schlagworte:
, , , , , , , , , ,

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*