Gerhard Schröder vom Ex-Mann seiner Verlobten verklagt

Gerhard Schröder
Foto: Symbolbild

Gerhard Schröder (74) wurde vom Ex-Mann seiner neuen Lebensgefährtin auf Schmerzensgeld verklagt. Schröder soll mit der Affäre die Ehe zerstört haben. Die Klage beziffert sich auf umgerechnet 77.000 Euro und ging vor einem Familiengericht in Seoul (Südkorea) ein.

Gerhard Schröder (SPD) war von 1998 bis 2005 der siebte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Neben Steuerreform, Rentenreform, Hartz IV und seiner Freundschaft zu Wladimir Putin ist er vor allem für seine zahlreichen (gescheiterten) Ehen bekannt: Schröder war von 1968 bis 1972 mit Eva Schubach, von 1972 bis 1984 mit Anne Taschenmacher und von 1984 bis 1997 mit Hiltrud Schwetje verheiratet. Vierte Ehefrau Schröders war ab 1997 die Journalistin Doris Schröder-Köpf. Diese Ehe hielt immerhin 17 Jahre. Im Januar 2018 stellte er der Öffentlichkeit offiziell seine neue Partnerin, die Koreanerin Soyeon Kim, vor.

Zukünftige Ehefrau Nr. 5?

Soyeon Kim ist 25 Jahre jünger als der Altkanzler und kommt aus Südkorea. Sie soll Gerhard Schröder bereits im Jahr 2016 kennengelernt haben, als dieser noch mit Doris Schröder-Köpf verheiratet war. Die 49-Jährige lebte in Seoul und hatte dort mehrfach für den Altkanzler als Dolmetscherin gearbeitet. Sie soll der Grund für das Scheitern der vierten Ehe Schröders gewesen sein. Das bestätigte unter anderem auch Ex-Ehefrau Nr. 4: “Frau Kim war im Frühjahr 2016 der Anlass, wenn auch nicht der alleinige Grund, für die endgültige Trennung.”

Schmerzensgeld für Affäre

Der SPD-Politiker und seine neue Freundin hatten im Januar in Seoul verkündet, im Herbst 2018 heiraten zu wollen. Der Ex-Ehemann von Soyeon Kim ist damit überhaupt nicht einverstanden. Er wirft Schröder vor, ihm durch seine außereheliche Affäre mit Soyeon Kim „unerträgliche Seelenschmerzen“ bereitet zu haben, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Er sei schuld, dass die Ehe mit Kim in die Brüche gegangen sei. “Unsere Ehe ist schließlich zerbrochen, und der Beschuldigte sollte für seine Aktion verantwortlich gemacht werden.” Er habe die Scheidungspapiere lediglich unterschrieben, weil seine Frau versprochen habe, die Beziehung zu Schröder zu beenden. So Yeon Kim und ihr Ex-Mann sind seit dem vergangenen November geschieden. Außereheliche Affären waren im konservativen Südkorea bis ins Jahr 2015 strafbar. Seitensprünge konnten mit Haftstrafen belegt werden. Der verschmähte Ex-Mann verlangt jetzt immerhin ein Schmerzensgeld in Höhe von 100 Millionen Won.

Nach der Hochzeit will das Paar sowohl in Berlin und Hannover als auch in Seoul leben. Soyeon Kim arbeitet inzwischen als Dolmetscherin und Repräsentantin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW.Invest. Gerhard Schröder ist inzwischen wieder als Rechtsanwalt und vielfach kritisierter Wirtschaftslobbyist tätig. Er hatte das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg erlangt und hat Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen studiert, wo er 1974 das 1. Staatsexamen und 1976 das 2. Staatsexamen erfolgreich ablegte.

Mittlerweile äußerte sich auch Schröders Verlobte zu der kuriosen Klage. Herr Schröder sei nicht für das Scheitern ihrer Ehe verantwortlich, da sie und ihr Ex-Mann schon lange getrennt gelebt hätten. Der Grund für eine Scheidung liege vielmehr bei beiden Ehepartnern. Ungeachtet anderer Medienberichte sei in der bereits vollzogenen Scheidungsvereinbarung zwischen ihr und ihrem Ex geregelt, dass sie ihr gesamtes Vermögen an ihn überträgt und die Hälfte der Unterhaltskosten für das gemeinsame Kind übernimmt. Deshalb gebe es ihrer Ansicht nach diesbezüglich für weitere Forderungen seitens ihres früheren Mannes, an wen auch immer sie gerichtet werden, keine rechtliche Grundlage.

Fundstelle:
dw.com

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