Hunde sind (doch) nicht zum essen da!

Hunde essen
Foto: Symbolbild

Seit Jahren werden Koreaner und Chinesen dafür kritisiert, dass sie Hunde essen. Ein Gericht in Südkorea erklärte es nun erstmals für rechtswidrig, Hunde für den Verzehr zu töten.

In Südkorea kann durchaus auch mal Hund auf der Speisekarte stehen. Die Tiere werden dort nicht nur als Haustiere gehalten, sondern auch in Hundefarmen für den Verzehr gezüchtet und später geschlachtet. Über das ganze Land verteilt soll es rund 17.000 solcher Farmen geben. Schätzungen der Nachrichtenagentur AFP zufolge werden in Südkorea pro Jahr etwa eine Million Hunde verspeist. Dagegen gibt es bisher kein gesetzliches Verbot.

Tierschutzorganisation klagt

Die Tierschutzorganisation “Care” ging nun gerichtlich gegen eine dieser Hundefarmen vor. Die Kläger hatten dem Farminhaber vorgeworfen, die Tiere “ohne berechtigten Grund zu töten”. Zudem habe er gegen Hygiene- und Bauvorschriften verstoßen. Mit Hunden auf der Speisekarte könnte deswegen erstmals Schluss sein: Nach einer Entscheidung des Regionalgerichts in Bucheon im Nordwesten des Landes ist der Fleischverzehr kein ausreichender Grund für das Töten von Hunden. Die Tierschützer hoffen nun, dass auf Basis dieses Urteils der Verzehr von Hundefleisch bald in ganz Südkorea als illegal eingestuft wird.

Der Betreiber der Hundefarm kündigte an, gegen das Urteil vorzugehen. “Auch Kühe, Schweine, Hühner und Enten werden gezüchtet, um sie zu essen. Warum nicht auch Hunde?”, fragte er Presse und Politiker in Südkorea.

Hundefleisch in Deutschland verboten

Das Verbot, Hundefleisch zu gewinnen und anzubieten, ergibt sich in Deutschland übrigens seit Mai 2010 aus § 22 Abs. 1a der Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung (Tier-LMHV). Dort steht geschrieben: „Es ist verboten, Fleisch von Hunden, Katzen, anderen hundeartigen und katzenartigen Tieren (Caniden und Feliden) sowie von Affen zum Zwecke des menschlichen Verzehrs zu gewinnen oder in den Verkehr zu bringen.“

Stattdessen werden in Deutschland jährlich pro Person rund 60 kg Fleisch verzehrt. Etwa die Hälfte davon machen Wurst und Schinken aus. Aufgeschlüsselt ergibt das pro Kopf im Jahr rund 38 kg Schweinefleisch, 11 kg Geflügelfleisch und 9 kg Rindfleisch sowie vereinzelt andere Fleischsorten. Bio-Lebensmittel machen nur etwa 2% davon aus. In der Massentierhaltung leben und sterben deswegen allein in Deutschland rund 750 Millionen Tiere pro Jahr.

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In Zusammenarbeit mit wbs-law.tv präsentieren wir diesen Artikel als Video:

Fundstelle:
tagesschau.de

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8 Kommentare zu Hunde sind (doch) nicht zum essen da!

  1. Oh, jetzt wird den Menschen ihre zum Teil einzigste Möglichkeit an Fleisch zu genommen genommen? Wann wird HIER für solcher Art Gesetze gekämpft, ist ein Schwein weniger wert als ein Hund, ist sein Herz vor der Schlachtung nicht von Angst erfüllt? Erstmal zu Hause kehren und selbst dann andere in Ruhe und einfach machen lassen (lernen wir gerade intensiv in Europa durch die Islamisierung)

  2. Du hast keine Ahnung wovon du redest schau dir mal an wie die Hunde od katzen vorher gequält werden.Bei uns ist es leider auch so das die tiere nicht ausreichend betäubt sind wenn man sie schlachtet.Menschen sind grausam das ist die Realität leider.

  3. ICH BIN FÜR EIN WELTWEITES VERBOTFÜR SOLCHE SANKTIONEN! ES IST NICHT NOTWENDIG DAS MAN HUNDE KATZEN UND ÜBERHAUPT TIERE ESSEN MUSS.ES GIBT GENUG ALTERNATIVEN FÜR DIE ERNÄHRUNG.

    • Found the Vegan?
      Mehrere Dinge werte Dame: Capslock macht es nicht wichtiger, man kann alles auch in normaler Größe schreiben und nicht alle ‘anschreien’, wie sowas gerne interpretiert wird.
      Und, ja, gibt es, aber wie mit allem hat jeder seine eigene Sichtweise darauf. Ich selbst sage: Eigentlich möchte ich nicht auf Fleich verzichten. Muss nicht jeden Tag sein, aber ich esse es durchaus gerne. Vermutlich bin ich da nicht mal der Einzige, der so denkt.

      Was viel wichtiger aber ist: Instant solche Santionen durchzusetzen, auf jede Art von Tier, würde vermutlich zu einem wirtschaftlichen und klimatischen Kollaps führen. Unmengen Arbeiter verlieren ihre Jobs, angefangen bei Bauern zu Fleischern und auch der Einzelhandel dürfte da nicht ungeschoren raus kommen. Allein hier ist ja wieder von ‘17.000 Farmen’ die Rede, das sind auch entsprechend viele Arbeiter wieder dahinter, ein ganzer Industriezweig.
      Und was das Klima angeht: Fleischproduktion ist leider ein Klimakiller. Das ist einfach so. Die kurzzeitigen Folgen des Einstellens von Schlachterei würde dazu führen, dass die Tierbestände zunächst ansteigen, und noch mehr Klimakiller spielen. Oder wollen sie etwa gleich auch alle Tiere verhungern lassen? Nein, ich denke nicht. Also muss noch mehr Futtermittel herangeschafft werden, Kühe furzen mehr, Schweine scheißen mehr, und alles spiel Abrissbirne mit unserem Klima. Könnte böse Enden, nur so als Querfolge.

      Auf einem ganz anderen Blatt, kann ich, wie in anderen Kommentaren bereits erwähnt, die moralischen Doppelstandards nicht verstehen. Tierschutzorganisationen von Hier wettern da drüben, weil hier Hunde Haustiere sind, und da, in einem anderen Kulturkreis, auch Nahrungsmittel. Was würde bitte passieren, wenn hier auf ein Mal indische Gruppen auftauchen und gegen Kühe protestieren?! Andere Kulturen!!! Das ist einfach so. Dahingehend kann ich sogar nachvollziehen, wie die Farmer in Südkorea denken. Heißt nicht dass ich es gutheiße, aber ich kann es nachvollziehen (man beachte den kleinen aber feinen unterschied).

      • “Was würde bitte passieren, wenn hier auf ein Mal indische Gruppen auftauchen und gegen Kühe protestieren?! Andere Kulturen!!! ”

        Ich habe mal einen Inder gefragt. Er hat mir glasklar gesagt, dass sie Kühe nicht verletzen oder schlachten dürfen. Essen dagegen schon!

  4. Seit ich weiß wie ALLE Tiere gequält werden, verzichten alle Familienmitglieder freiwillig auf den Fleischkonsum

    • So so seit dem SIE wissen, wie alle Tiere gequält werden…
      Das muss ein enormes Wissen sein, zu wissen wie alle Tiere gequäzt werden. Ich traue dies allenfalls einer höheren Instanz zu, bei Abermilliarden von Tieren.
      Interessant auch dass seit Ihrem Wissensgewinn alle Familienmitglieder auf Fleischkonsum verzichten – das klingt nicht nach einer freien Willensentscheidung der Familienmitglieder sonst würde der obige Satz beginnen mit: Seitdem WIR wissen…

  5. Mein Standpunkt ist dieser: Jedes Tier sollte bis zum Ende ein gutes Leben haben. Kühe sollten auf der Weide unter dem Himmel stehen und auch Unterstellmöglichkeiten gegen besch.. Wetter haben. Schweine brauchen ihre Matschstellen und Möglichkeiten, in selbigem rumzurüsseln (kein besseres Verb gefunden). Hühner brauchen einfach ihren Misthaufen und ordentlich Auslauf auf einer Wiese zum Scharren. Wenn die Zeit dann reif ist, holt man das Tier und schlachtet es vor Ort. Keinen Transport und kein riesiger, industrialisierter Schlachthof. Und an dieser Stelle ist mir dann auch egal, ob ich Huhn, Ente, Schwein, Fisch, Rind, Hund oder Hase esse. Gleiche Standards für alle Tiere – das bedeutet alle zu streicheln und alle zu essen.

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