“Du hast so schöne Busen, können wir uns treffen?”

Busen
Foto: Symbolbild

Vor dem Amtsgericht Langenfeld musste sich ein Anwalt wegen Bedrohung verantworten. Der Jurist hatte an Frauen gerichtete anzügliche und abschreckende Botschaften an Windschutzscheiben geklebt. Gegen einen Strafbefehl legte der Mann Einspruch ein, erschien aber nicht zum Einspruchstermin. Es bleibt bei einer Geldstrafe.

Eine der harmloseren Botschaften lautete: „Du hast so schöne Busen, können wir uns treffen? Dann kann ich sie kneten.“ Mehrere Frauen erstatteten im letzten Jahr Anzeige. Der Angeklagte hatte mit vier seiner Zettel auch Vergewaltigungen angedroht.

Die genaue Anzahl der geschriebenen Zettel konnte nicht ermittelt werden, nicht jede Frau wird Anzeige erstattet haben. Der Strafbefehl ahndete nach Beschränkung noch vier Fälle in der Zeit vom 30. Juni 2017 bis 24. Juli 2017.
Gegen diesen Strafbewehl legte der Jurist Einspruch ein, so dass Termin zur Hauptverhandlung bestimmt wurde.

Doch der Anwalt erschien nicht. Dafür erschienen aber betroffene Frauen als Zeugen. Eine Frau soll nach Angaben des Gerichts geäußert haben, dass sie sich vom Angeklagten auf dem Friedhof beobachtet gefühlt habe. Der Angeklagte soll seine Nachrichten zum Beispiel auf Unterwäsche-Werbung aus einer Zeitschrift geschrieben haben. So sei man ihm in einem Büdchen auf die Schliche gekommen und er schließlich als Schreiber der Zettel aufgeflogen.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten in Abwesenheit zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu jeweils 50 Euro blieb, insgesamt somit 6000 Euro. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig.

Fundstelle:
RP Online

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